Berliner Künstlerinnen um 1800
Berlin Museum, Knoblauchhaus
Studioausstellung
Der Zeichenunterricht bei Daniel Chodowiecki bot jungen Künstlerinnen einen geselligen Freiraum der Kreativität, was Ende des 18. Jahrhunderts keineswegs selbstverständlich war. Studioausstellung mit Werken von Suzette Henry, Louise Henry, Henriette Le Coq, Manon Hainchelin, Henriette Félicité Tassaert sowie Daniel Chodowiecki und Anton Graff.
Der Zeichner und Kupferstecher Daniel Chodowiecki gehört zu den wichtigsten Berliner Künstlerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts. Dabei gab er sein Können bereitwillig an junge Künstlerinnen weiter. Da Frauen eine reguläre akademische Ausbildung verwehrt blieb, war für sie der Zeichenunterricht bei Chodowiecki oft die einzige Möglichkeit, sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Die Kabinettausstellung im Museum Knoblauchhaus stellt mehrere Künstlerinnen vor, die ihre Ausbildung Daniel Chodowiecki verdanken. Dazu zählen seine Töchter, von denen vor allem Suzette Henry (1763–1819) als professionelle Künstlerin erfolgreich tätig war. Aus dem Freundeskreis der Töchter stammen weitere junge Frauen aus bürgerlichen und selbst jüdischen Familien, darunter Lisette Hainchelin (1765–1815), Manon Hainchelin (1771–1849) und Henriette Félicité Tassaert (1766–1818). Daniel Chodowiecki ermöglichte ihnen als Zeichenlehrer einen geselligen und ungezwungenen Freiraum der Kreativität, was am Ende des 18. Jahrhunderts alles andere als eine Selbstverständlichkeit war.
Die regelmäßig stattfindende akademische Kunstausstellung bot diesen Frauen die Chance, mit eigenen Werken an die Öffentlichkeit zu treten. Wie das Beispiel von Lisette Hainchelin, der Lieblingsschülerin Chodowieckis, zeigt, konnten sich derartige „Fenster“ aber auch schnell wieder schließen: Mehrfach auf Kunstausstellungen vertreten, endete ihre Karriere abrupt, als sie 1792 die Ehe mit einem Beamten der Zollbehörde einging.
Ort
Sonderausstellungsbereich
Museum Knoblauchhaus
Poststraße 23
10178 Berlin
Öffnungszeiten
Di–So & Feiertage, 10–18 Uhr
Eintrittspreise
15 Euro: Kombi-Ticket (Museum Nikolaikirche, Museum Ephraim-Palais, Museum Knoblauchhaus / gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen)
7 Euro: Tagesticket für das Museum Knoblauchhaus
Kostenfrei mit Ermäßigungsnachweis:
Für Kinder & Jugendliche unter 18 Jahren, Studierende, Azubis, FSJ-/FÖJ-/BFD-Leistende, Berlin-Ticket-S-Inhaber:innen, Schwerbehinderte (mind. 50 % GdB) sowie deren anerkannte Begleitperson, Geflüchtete (mit gültiger Arbeits- bzw. Aufenthaltsgenehmigung/eAT sowie ukrainischem Pass oder gültiger Aufenthaltsgenehmigung der Ukraine), Empfänger:innen von Transferleistungen (Bürgergeld, ALG I), Inhaber:innen der Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg, Inhaber:innen von Super-Ferienpass / Berliner Familienpass, ICOM-Mitglieder, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds, des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e. V. (außer Museumsdorf Düppel), des Fördervereins Museumsdorf Düppel e. V., des Förderkreises Museum Knoblauchhaus e. V. sowie Medien-Vertreter:innen mit gültigem Presseausweis. Bis zum Ende des Ausstellungsprojekts »Beziehungsweise Familie« im Humboldt-Forum erhalten Inhaber:innen eines gültigen Tickets für das Humboldt-Forum kostenfreien Eintritt ins Museum Knoblauchhaus.
Barrierefreiheit
Das Museum ist nur über drei Stufen zugänglich (ohne Handlauf).
Mitarbeiter:innen des Museums stehen zur Assistenz zur Verfügung.
Im Salon steht eine induktive Höranlage für die Kommunikation mit dem Personal bereit.
Die Ausstellungsräume sind nur über Treppen erreichbar.
Die Toilette ist nicht barrierefrei (Türbreite 53 cm).
Informationen zu den Ausstellungsobjekten werden schriftlich und akustisch vermittelt.
Vereinzelt sind in der Ausstellung Sitzgelegenheiten vorhanden.
